Rennkommissare: Andreas Seidl stimmt Masi zu

Von Agnes Carlier
McLaren-Teamchef Andreas Seidl

McLaren-Teamchef Andreas Seidl

Nachdem die Regelhüter in São Paulo beim Duell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton in der 48. Rennrunde auf eine Strafe verzichtet haben, gibt es Kritik am Rotationssystem für die Regelhüter.

Seit São Paulo fragen sich die GP-Stars: Was ist noch erlaubt, wenn ein Konkurrent auf der Strecke angreift? Denn Max Verstappen kam für die Szene in der vierten Kurve der 48. Rennrunde ohne Strafe davon, obwohl er beim Verteidigen neben die Strecke geriet und Lewis Hamilton auch ausweichen musste.

Verstappen blieb vorne, wurde aber kurz darauf doch vom späteren Rennsieger überholt. Die Regelhüter bekräftigten ihr Urteil, nachdem Mercedes eine Überprüfung der Entscheidung gefordert hatte. In Spielberg gab es für ähnliche Vergehen hingegen Strafen gegen Lando Norris und Sergio Pérez.

Formel-1-Rennleiter Michael Masi musste sich den Vorwurf anhören, die ständig wechselnden Regelhüter tragen dazu bei, dass die Rechtsprechung nicht immer gleich ausfällt. Doch ein System mit ständigen Rennkommissaren birgt in seinen Augen auch seine Tücken, so könnte dabei etwa die Gefahr bestehen, dass die Stewards als Befangen angesehen werden, mahnte der Australier.

Auch McLaren-Teamchef Andreas Seidl sieht das ähnlich. «Ich denke nicht, dass das Fehlen von permanenten Stewards das Problem ist», erklärte er auf die entsprechende Frage. «Soweit ich weiss, gehen die Sportkommissare bei jedem neuen Fall die alten Fälle durch, um zu sehen, ob es Präzedenzfälle gibt, und um zu prüfen, ob sie vergleichbar sind.»

«Ich weiss auch, dass nach jedem Rennwochenende ein reger Austausch mit allen Stewards stattfindet, um sicherzustellen, dass alle auf dem gleichen Wissensstand sind. Das Rotationssystem wird aus gutem Grund von vielen unterstützt. Sie wollen sicherstellen, dass es keine Voreingenommenheit gegenüber einem bestimmten Team oder Fahrer gibt. Und ich denke, das ist ein gutes Argument», fügte der Deutsche an.

Katar-GP, Losail

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:24:29,908 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +25,743 sec
03. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +59,457
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:02,306 min
05. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:20,570
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:21,274
07. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:21,911
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1:23,126
09. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, + 1 Runde
17. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +2 Runden
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, Reifenschaden
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Aufgabe

WM-Stand nach 20 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 351.5 Punkte
2. Hamilton 343.5 Punkte
3. Bottas 203
4. Pérez 190
5. Norris 153
6. Leclerc 152
7. Sainz 145.5
8. Ricciardo 105
9. Gasly 92
10. Alonso 77
11. Ocon 60
12. Vettel 43
13. Stroll 34
14. Tsunoda 20
15. Russell 16
16. Räikkönen 10
17. Latifi 7
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 546.5
2. Red Bull Racing 541.5
3. Ferrari 297.5
4. McLaren 258
5. Alpine 137
6. AlphaTauri 112
7. Aston Martin 77
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 11
10. Haas 0

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