Pol Espargaró (KTM): «Top-5 im Quali? Warum nicht?»

Von Günther Wiesinger
Pol Espargaró: Richtig trocken war es nie

Pol Espargaró: Richtig trocken war es nie

Red Bull-KTM-Werkspilot Pol Espargaró war nach dem fünften Platz am Freitag in Valencia fast rundherum happy. Aber er räumte auch Fehler ein.

Pol Espargaró, schon 2018 beim Regen-GP in Valencia mit der KTM auf Platz 3, holte auch heute beim Gran Premio de Europa auf dem 4,055 km langen Ricardo Tormo Circuit für das Innviertler Werk verlässlich die Kastanien aus dem Feuer. Mit Platz 5 stellte der 29-jährige Spanier aus dem Red Bull KTM Factory-Team einige Titelanwärter in den Schatten. Der Rückstand hielt sich mit 0,424 sec in Grenzen.

«Ja, ich bin mit diesem Tag weitgehend zufrieden, besonders mit dem FP2 am Nachmittag. Im Regen am Vormittag habe ich mich recht gut gefühlt, bis die Strecke immer trockener wurde. Im FP2 war es wichtig, eine anständige Rundenzeit hinzulegen und unter die ersten zehn zu komme für den Fall, dass die Verhältnisse morgen im FP3 keine Zeitverbesserung zulassen. Deshalb musste man im FP2 besonders viel riskieren. Als ich zu pushen begonnen habe, war ich der erste, der Topzeiten erreicht hat. Aber am Ende haben die meisten Gegner frische Reifen geholt. Ich habe darauf verzichtet und sie für den Samstag aufgespart. Das war vielleicht nicht die schlaueste Strategie, weil sich am Schluss einige Rivalen mit den neuen Reifen noch weiter verbessert haben, mir ist das mit den strapazierten alten Reifen nicht gelungen. Am Wichtigsten war jedoch, dass wir uns in den Top-Ten gehalten habe. Damit haben wir eine gute Basis für den direkten Einzug ins Qualifying 2.»

Pol, der 2021 und 2022 bei Repsol-Honda fahren wird, war in bester Laune. «Unser Bike ist hier konkurrenzfähig. Das Feeling mit der KTM ist großartig, der Grip des Asphalts ist ausgezeichnet. Ich bin vorne mit dem Soft-Compound gefahren, aber ich glaube, der Medium wird uns vorne bessere Dienste leisten. Es war alles bestens. Ich bin ganz glücklich mit dem ersten Tag hier in Valencia.»

Was erwartet sich Pol Espargaró am Samstag im Qualifying? «Wenn ich die Zeitenliste von heute betrachte, dann muss ich sagen, ich fühle mich auf der KTM her sehr wohl. Kann ich auch im Quali in die Top-5 fahren? Warum nicht. Die KTM hat immer schon gut zu dieser Strecke hier gepasst. Ich spüre, dass der Asphalt sehr viel Grip hat. Das hilt uns immer sehr. Aber eine Vorhersage für das Qualifying fällt mir schwer. denn aiuf Platz 1 steht eine Ducati, dann folgte eine Aprilia, dann kommen Yamaha und Honda. Ich selbst liege mit der KTM an fünfter Position. Dann folgt Suzuki auf Platz 6. Es sind also sechs Hersteller mit sechs unterschiedlichen Fahrern vorne. Deshalb lässt sich nicht abschätzen, welcher Hersteller morgen im Quali schnell sein wird. Ich fühle mich jedenfalls sehr gut, auch wenn die Verhältnisse heute ziemlich knifflig waren.»

MotoGP Valencia, 6.11., kombinierte Zeiten nach FP2:

1. Miller, Ducati, 1:32,528 min
2. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,092 sec
3. Morbidelli, Yamaha, +0,276
4. Nakagami, Honda, +0,338
5. Pol Espargaró, KTM, +0,424
6. Rins, Suzuki, +0,629
7. Binder, KTM, +0,731
8. Dovizioso, Ducati, +0,764
9. Quartararo, Yamaha, +0,809
10. Mir, Suzuki, +0,877
11. Viñales, Yamaha, +0,882
12. Crutchlow, Honda, +0,935
13. Oliveira, KTM, +0,955
14. Bradl, Honda, +0,976
15. Bagnaia, Ducati, +0,987
16. Alex Márquez, Honda, +1,042
17. Zarco, Ducati, +1,211
18. Petrucci, Ducati, +1,247
19. Gerloff, Yamaha, +1,579
20. Savadori, Aprilia +3,133
21. Rabat, Ducati, +4,162

Zum Vergleich: Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) erzielte 2019 in Valencia die Pole-Position mit 1:29,978 min.

Ergebnis MotoGP FP1 in Valencia, 6.11.

1. Miller, Ducati, 1:42,063 min
2. Morbidelli, Yamaha, + 0,467
3. Bradl, Honda, + 0,503
4. Zarco, Ducati, + 0,576
5. Alex Márquez, Honda, + 0,591
6. Petrucci, Ducati, + 0,637
7. Pol Espargaró, KTM, + 0,778
8. Oliveira, KTM, + 0,814
9. Dovizioso, Ducati, + 0,896
10. Viñales, Yamaha, + 0,946
11. Nakagami, Honda, + 1,167
12. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,398
13. Rins, Suzuki, + 1,458
14. Bagnaia, Ducati, + 1,509
15. Binder, KTM, + 1,521
16. Gerloff, Yamaha, + 1,582
17. Mir, Suzuki, + 1,665
18. Crutchlow, Honda, + 1,862
19. Rabat, Ducati, + 2,385
20. Savadori, Aprilia + 2,464
21. Quartararo, Yamaha, + 2,728

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