Max Verstappen: «Mein Dreher ist nicht so schlimm»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen nach dem Dreher

Max Verstappen nach dem Dreher

​Nachdem es in der Nacht auf Donnerstag geregnet hatte, präsentierte sich der Circuit de Barcelona-Catalunya zunächst kaum brauchbar. Dann drehte sich Red Bull Racing-Star Max Verstappen in den Kies.

Viel Zähneknirschen bei Fahrern und Technikern am Donnerstagmorgen: Das Testprogramm ist für 2020 um ein Viertel gekürzt worden, nur noch sechs anstelle von acht Tagen, und dann dies – in der Nacht hatte es im Grossraum Barcelona geregnet, die Bahn präsentierte sich nass und trocknete im Schneckentempo. Die Rundenzeiten waren wenig repräsentativ, die ersten Stunden weitgehend für die Katz.

Das ärgerte auch den achtfachen GP-Sieger Max Verstappen. Denn an seinem Red Bull Racing RB16 gab es viel Neues auszuloten: Optimierter Frontflügel, verbessertes Luftleit-Element unter der Fahrzeugnase, andere «barge boards» (Strömungsausrichter) vor dem Eingang der Seitenkästen.

Nach rund zweieinhalb Stunden setzte Max sein Auto bei Kurve 5 ins Kiesbett, er hatte beim Einlenken das Heck seines Renners aus der Kontrolle verloren, dies auf C2-Reifen von Pirelli. Ein klassischer Fahrfehler: Das rechte Hinterrad war beim Anbremsen auf den noch nassen Randstein geraten.

Der Niederländer nach diesem schwierigen Morgen: «Klar war es jammerschade, dass wir zunächst kaum zum Fahren gekommen sind, aber das ist für alle gleich. Dennoch haben wir alle neuen Teile ausloten können, wir lernen mit jeder Runde dazu. Wir haben verstehen können, was die Verbesserungen bewirken. Beim Dreher bin ich wohl mit den rechten Rädern auf die weisse Linie geraten, die noch etwas feucht war. Im Auto hatte ich das nicht bemerkt, ich sah es erst bei Videoaufnahmen.»

Es fällt auf: Red Bull Racing-Honda fährt viel weniger als in der ersten Woche. Ein Grund für Besorgnis? «Überhaupt nicht», sagt Max. «Es war nie geplant, dass wir in der zweiten Woche so viele Runden drehen. Wir haben an den ersten drei Testtagen sehr viel gelernt. Nun geht es darum, verschiedene Dinge zu probieren. Dazu reichen kurze Einsätze. Wir dürfen aber auch nie vergessen, wie komplex diese Autos sind, manchmal gibt es daher längere Phasen des Umbaus, und unterm Strich kommen weniger Runden heraus. Das ist aber nicht so schlimm. Wir haben alle Information, auch wenn natürlich gerne jeder länger testen würde.»

«Das Handling ist nicht einfach einzuschätzen. Gestern war es sehr windig, so ging es heute weiter. Das macht die Arbeit schwierig. Aber auch das ist für alle Fahrer gleich. Was wirklich Sache ist, sehen wir ohnehin erst in Australien. Was die eigene Arbeit angeht, so bin ich bislang zufrieden.»

Was sagt Max Verstappen zur dunkeln Wolke Corona-Virus? «Wir sind darauf eingestellt, dass es vielleicht zu weiteren Änderungen im WM-Programm kommen könnte. Auch ich bin warte darauf, was passiert. Ich bin sicher, dass mit Augenmass die richtigen Entscheidungen gefällt werden.»

Barcelona-Test, Tag 5, Stand nach vier Stunden

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF1000, 1:16,841 (49) C4
2. Lance Stroll (CDN), Racing Point RP20-Mercedes, 1:17,118 (30) C3
3. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43-Mercedes, 1:17,313 (43) C2
4. Lando Norris (GB), McLaren MCL35-Renault, 1:17,573 (43) C2
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16-Honda, 1:17,738 (30) C2
6. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W11, 1:17,985 (47) C4
7. Esteban Ocon (F), Renault RS20, 1:18,013 (37) C3
8. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-20-Ferrari, 1:18,225 (31) C4
9. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:19,670 (16) C3
10. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT01-Honda, 1:22,566 (35) C3

Pirelli-Reifen von C1 (hart) bis C5 (extraweich)

Am Nachmittag im Einsatz
Mercedes-Benz: Lewis Hamilton (GB)
Ferrari: Sebastian Vettel (D)
Red Bull Racing-Honda: Alex Albon (T)
McLaren: Lando Norris (GB)
Renault: Daniel Ricciardo (AUS)
AlphaTauri: Pierre Gasly (F)
Racing Point: Lance Stroll (CDN)
Alfa Romeo: Antonio Giovinazzi (I)
Haas: Kevin Magnussen (DK)
Williams: Nicholas Latifi (CDN)

Wintertest 1 in Barcelona (19.–21. Februar 2020)

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W11, 1:15,732 FR C5
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W11, 1:16,516 FR C5
3. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:17,091 DO C5
4. Esteban Ocon (F), Renault RS20, 1:17,102 FR C4
5. Lance Stroll (CDN), Racing Point RP20-Mercedes, 1:17,338 FR C4
6. Sergio Pérez (MEX), Racing Point RP20-Mercedes, 1:17,347 DO C3
7. Daniil Kvyat (RU), AlphaTauri AT01-Honda, 1:17,427 FR C4
8. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:17,469 FR C5
9. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16-Honda, 1:17,516 MI C3
10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault RS20, 1:17,574 FR C4
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT01-Honda, 1:17,783 FR C4
12. Carlos Sainz (E), McLaren MCL35-Renault, 1:17,842 MI C3
13. Alexander Albon (T), Red Bull Racing RB16-Honda, 1:17,912 DO C2
14. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF1000, 1:18,154 DO C4
15. George Russell (GB), Williams FW43-Mercedes, 1:18,168 DO C3
16. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF1000, 1:18,289 MI C3
17. Romain Grosjean (F), Haas VF-20-Ferrari, 1:18,380 FR C3
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43-Mercedes, 1:18,382 MI C3
19. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo-Sauber C39-Ferrari, 1:18,386 MI C3
20. Lando Norris (GB), McLaren MCL35-Renault, 1:18,454 FR C3
21. Kevin Magnussen (DK), Haas VF-20-Ferrari, 1:18,466 MI C3

MI = Mittwoch 19.2., DO = Donnerstag 20.2., FR = Freitag 21.2.
Pirelli-Reifen von C1 (hart) bis C5 (extraweich)

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