Daniel Ricciardo über GP-Aus: «Am Boden zerstört»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mit diesem Helm wollte Daniel Ricciardo fahren

Mit diesem Helm wollte Daniel Ricciardo fahren

​Daniel Ricciardo hatte sich fürs Heimrennen von Melbourne so viel vorgenommen und dann das – Coronavirus, Absage des Australien-GP, dann weiterer WM-Läufe. Ricciardo: «Ich bin am Boden zerstört.»

Vielleicht war die Absage des Australien-GP für keinen Piloten schwerer zu verdauen als für Daniel Ricciardo. Der 30jährige Renault-Fahrer hatte sich für seinen Heimauftritt in Melbourne so viel vorgenommen. Als klar war, dass die Formel 1 vom Coronavirus in die Knie gezwungen wird, meldete sich der siebenfache GP-Sieger so zu Wort: «Ich bin am Boden zerstört, dass ich nicht zum Heimrennen antreten kann. Unterm Strich ist es selbstverständlich richtig, derzeit keinen Grand Prix zu fahren. Jedem muss klar sein, dass wir es hier mit einer komplett neuen Situation zu tun haben. Mir tut es nur leid für all die Fans, die mich im Albert-Park unterstützen wollten.»

Schon als der GP-Veranstalter verfügt hatte, dass die Fahrer auf der berühmten Strasse zum Fahrerlager nicht bei den Fans stehenbleiben würden, um Autogramme zu schreiben oder sich für Selfies hinzustellen, meinte der WM-Dritte von 2014 und 2016: «Das tut weh, da werden wir einige Herzen brechen.»

Als klar war, dass der WM-Auftakt nicht durchgeführt werden kann, reiste Ricciardo in seinem Geburtsstadt Perth. Dort wurde er am Flughafen von Lokaljournalisten in Empfang genommen und vertiefte: «Ich verzehrte mich förmlich danach, endlich die Saison beginnen zu können. Ich wollte unbedingt fahren. Was dann passierte, war unvermeidlich. Es ist nur bedauerlich, wie spät alles entschieden worden ist.»

«Aber wenn du die Welt um dich herum beobachtest, wie alles zum Stillstand kommt, dann konnte es für die Formel 1 nur diese Entscheidung geben. Was mich angeht, so halte ich mich jetzt fit, damit ich jederzeit bereit bin, wenn es wirklich losgeht.»

Was im vergangenen Februar im Rahmen der Formel-1-Wintertests noch als pessimistisch belächelt wurde, wegen des Coronavirus Saisonbeginn erst Anfang Mai in Zandvoort, ist längst von den Ereignissen überholt worden – realistisch findet der WM-Auftakt Anfang Juni statt.

Daniel Ricciardo ist überzeugt: «Irgendwann fangen wir an, da habe ich keinen Zweifel. Wir müssen jetzt sehr geduldig sein.»

Der Formel-1-Kalender 2020

03. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL (fraglich)
10. Mai: Montmeló bei Barcelona, Circuit de Barcelona-Catalunya/E (fraglich)
24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC (fraglich)
07. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ
14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin
Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN

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