F1-Sponsor Liqui Moly: 1000 Euro Prämie wegen Corona

Von Mathias Brunner
Formel 1
Liqui Moly-Geschäftsleiter Ernst Prost

Liqui Moly-Geschäftsleiter Ernst Prost

​Unser neues Leben im Widerstand gegen den Krankheits-Erreger SARS-CoV-2 bringt viele Menschen in finanzielle Not. Der deutsche Schmierstoffhersteller spendiert für alle Mitarbeiter ein Trostpflaster von 1000 Euro.

Besondere Zeiten fordern besondere Maßnahmen. Beinahe die ganze Welt befindet sich wegen des Corona-Virus im Krisenmodus, so auch der deutsche Schmierstoffspezialist und Formel-1-Sponsor Liqui Moly. Geschäftsleiter Ernst Prost hat sich vie E-Mail bei allen Mitarbeitern gemeldet und hat ein «Corona-Trostpflaster in Höhe von 1000 Euro für jeden» angekündigt.

Der Betreff der E-Mail lautete «Unser heutiger Tag» und fasste den ersten Arbeitstag im Notfallbetrieb zusammen: «Heute konnten wir in allen Unternehmensbereichen weitgehend dafür sorgen, dass wir diesen Spagat zwischen Gesundheitsvorsorge und Weiterarbeit beherrschen.» Teilweise komplett verwaiste Büros, kaum Menschen in den Fluren, viele freie Parkplätze. Ungewöhnliche Bilder, auch bei Liqui Moly. Wer kann, arbeitet nun von zuhause aus. Schichten werden entzerrt.

Ernst Prost bedankte sich für das Engagement aller Kollegen. Dann überrschte er alle Mitarbeiter: «Nun kann ich mir vorstellen, dass die derzeitigen Umstände für Sie nicht nur mit einem zeitlichen, sondern auch einem finanziellen Mehraufwand verbunden sind. Erlauben Sie mir deshalb Ihnen mit dem nächsten Gehalt – gewissermassen als ein finanzielles Corona-Trostpflaster – 1000 € brutto extra anzuweisen.»

Während andere Unternehmen sich mit Kurzarbeit auseinandersetzen müssen oder überlegen, den Rotstift anzusetzen, setzt der Liqui Moly-Boss einen Kontrapunkt. «Auch an uns gehen die aktuellen Entwicklungen nicht spurlos vorbei, die wirtschaftlichen Konsequenzen werden brutal sein. Gerade deshalb müssen wir jetzt mit Hirn und Verstand, mit Engagement und Fleiss und unbedingt mit Mut und Zuversicht unseren Teil zur Lösung dieser Krise beitragen.»

In Deutschland betrachtet Ernst Prost die Lage für die Menschen Dank der vorhandenen Sicherungssysteme als gut – verglichen mit Italien, Spanien, den USA, Südafrika und China, wo Liqui Moly mit eigenem Personal vertreten ist. «In den meisten Teilen der Welt sind die wirtschaftlichen Folgen heftiger, weil das soziale Netz dort weniger tragfähig ist oder gänzlich fehlt.»

Mit seiner Geste will Ernst Prost ein Zeichen für die weltweite Liqui Moly-Familie setzen und auch Geld zur Verfügung stellen, das die Menschen mitunter dringend benötigen. «Ausserdem ist Geldausgeben für die Wirtschaft genau das, was wir jetzt dringend benötigen, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben.»

In seiner Nachricht freute sich Ernst Prost über den gemeinschaftlichen Geist im Unternehmen: «Es ist sehr schön zu sehen, wie wir in solch einer Situation zusammenrücken, unbeirrt unsere Arbeit machen und solidarisch an einem Strang ziehen.» Und auch in schwierigen Zeiten setzt der Geschäftsführer auf Humor und schreibt, dass die Prämie auf keinen Fall dazu verwendet werden solle, weiteres Klopapier zu kaufen ...

Liqui Moly in der Formel 1

Am 12. März hat Liqui Moly einen Sponsoring-Vertrag mit der Formel 1 bis Ende 2022 verlängert. «Die einzigartige Reichweite der Formel 1 ermöglicht es uns, die Markenbekanntheit von Liqui Moly auf der ganzen Welt zu erhöhen», so Ernst Prost. Dabei geht es nicht nur um blosse Reichweite. «Die Formel 1 ist Premium im Motorsport und Liqui Moly ist Premium bei Ölen und Additiven. In der Formel 1 zu werben, das ist ein starkes Signal an Endverbraucher wie an den Handel. Das hilft uns, aus dem immer stärker werdenden medialen Grundrauschen hervorzustechen.»

Liqui Moly ist ein alter Bekannter im Grand-Prix-Sport: Der deutsche Öl- und Additivspezialist trat schon als Geldgeber des ATS-Rennstalls auf, als noch der unvergessene Manfred Winkelhock am Lenkrad drehte. Kleber von Liqui Moly prangten auf dem bildschönen Sauber-Renner und auf den knallgelben Boliden von Eddie Jordan. 2019 kehrte die Firma in den GP-Sport zurück. Bei elf Rennen warb Liqui Moly an der Strecke – als eine von nur wenigen Marken.

2019 kehrte Liqui Moly in grossem Stil in die Königsklasse zurück. Ein mittelständischer Öl- und Additivhersteller in der grössten Rennserie der Welt – das liess die Branche aufhorchen. Bei elf Rennen war das blau-rote Logo prominent entlang der Strecke zu sehen. «Insgesamt haben mehr als 1,9 Milliarden Menschen in beinahe 200 Ländern diese Rennen im Fernsehen verfolgt», sagt Ernst Prost. Ganz zu schweigen von Online-Übertragungen, den Zuschauern an den Strecken und der Nachberichterstattung. Vor Ort kommen nochmal durchschnittlich 200.000 Zuschauer pro Rennen hinzu. Und auf Social-Media-Plattformen erreicht die Formel 1 Impressions im Milliardenbereich. Ernst Prost: «Eine solch globale Reichweite gibt es sonst nirgendwo.»

«Dass unsere Partnerschaft nach dem erfolgreichen vergangenen Jahr ausgeweitet wird, zeigt, was die Formel 1 in Sachen Markenbekanntheit und -loyalität zu leisten vermag», findet Formel-1-CEO Chase Carey. «Wir freuen uns darauf, Liqui Moly in Zukunft noch enger in die Formel 1 einzubinden.»

Mit rund 4000 Artikeln bietet Liqui Moly ein weltweit einzigartig breites Sortiment an Automotiv-Chemie: Motorenöle und Additive, Fette und Pasten, Sprays und Autopflege, Klebe- und Dichtstoffe. Die 1957 gegründete Firma entwickelt und produziert ausschliesslich in Deutschland. Dort ist sie unangefochtener Marktführer bei Additiven und wird immer wieder zur besten Ölmarke gewählt. Das Unternehmen verkauft seine Produkte in 120 Ländern und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 569 Mio. Euro.

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