Mick Schumacher: Schon in Abu Dhabi bei Haas

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mick Schumacher

Mick Schumacher

​Ferrari-Junior Mick Schumacher wird am 21. März 2021, einen Tag vor seinem 22. Geburtstag, beim Grossen Preis von Australien sein Formel-1-Debüt geben. Er wird schon in Abu Dhabi beim Haas-Team arbeiten.

Die Formel 1 erhält einen weiteren Schumacher: Nach dem siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher und dem sechsfachen GP-Sieger Ralf Schumacher wird es nun Michaels Sohn Mick sein, der die Tradition in der Königsklasse fortsetzt – der Formel-2-Tabellenführer ist als Haas-Pilot für die nächste Grand-Prix-Saison bestätigt. Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag wird er am kommenden 21. März 2021 sein GP-Debüt geben, rund dreissig Jahre nach seinem Vater. 

Mick Schumacher meldet sich über Video aus Bahrain. Der Ferrari-Junior ist überglücklich, dass nun endlich alles in trockenen Tüchern ist. «Ich freue mich riesig, die deutsche Flagge auf dem Wagen zeigen zu können und dass sich die jahrelange Arbeit ausgezahlt hat.»

Wie geht es nun weiter? Mick: «In Bahrain werde ich mich noch ganz auf die Formel 2 konzentrieren, die Formel 1 und die Formel 2 befinden sich wegen Corona ja in verschiedenen Blasen. Dann aber in Abu Dhabi werde ich für Haas arbeiten.» Schumacher wird am 11. Dezember am ersten freien Training auf dem Yas Marina Circuit teilnehmen.

Mick Schumacher bestätigt auch, mit welcher Startnummer er fahren wird: «Ich werde im kommenden Jahr mit der Nummer 47 antreten. Die 4 und die 7 sind Lieblingszahlen von mir, und da die 4 und die 7 schon vergeben waren (mit der 4 fährt Lando Norris, mit der 7 Kimi Räikkönen, M.B.), habe ich mich für die Kombination entschieden. Es gibt dazu noch einen witzigen Zufall: Wenn wir in der Familie alle Geburtstage zusammenzählen, kommt auch die 47 heraus.»

Zwei Formel-1-Neulinge bei Haas, das macht Mick nicht bange: «Haas hat alle Ressourcen, damit das gut geht.» Haas-Teamchef Günther Steiner hatte dazu gesagt: «Zwei junge Fahrer eröffnen auch Chancen, zudem haben sie die Möglichkeit, mit uns zusammen zu wachsen.»

Zum neuen Stallgefährten Nikita Mazepin sagt Mick Schumacher: «Das ist ein kleines Revival, denn wir sind schon 2013 und 2014 bei Tony Kart zusammen gefahren. Und nun natürlich in der Formel 2.»

Wie schätzt Mick den Moskauer ein? «Er und ich sind zwei hungrige Piloten, er ist sauschnell und ist auch einer, der sehr hart an sich arbeitet. Wir sind beide gierig darauf loszulegen.»

Was erwartet Mick von sich selber? «Ich will mich als Fahrer weiterentwickeln. Ich will die ganzen Abläufe verinnerlichen. Ich bin einer, der gerne so viele Informationen wie möglich haben will. Ich arbeite intensiv mit den Technikern zusammen.»

Wo wittert Mick die grösste Hürde? «Die Formel 1 ist eine ganz andere Umgebung, mit erheblich mehr Fachkräften, das wird ungewohnt sein. Ich hoffe, ich kann mich schnell einarbeiten.»
 

Formel-2-Sprintrennen von Bahrain 

1. Robert Shwartzman (RU), Prema Racing, 43:15,992 min 
2. Nikita Mazepin (RU), Hitech Grand Prix, +5,283 sec 
3. Louis Delétraz (CH), Charouz Racing System, +6,472 
4. Marcus Armstrong (NZ), ART Grand Prix, +10,655 
5. Guanyu Zhou (RCH), Uni-Virtuosi Racing, +15,133 
6. Christian Lundgaard (DK), ART Grand Prix, +18,564 
7. Mick Schumacher (D), +20,741 
8. Felipe Drugovich (BR), MP Motorsport, +23,510 
9. Roy Nissany (IL), Trident, +25,352 
10. Artem Markelov (RU), BWT HWA Racelab, +31,150 
11. Marino Sato (J), Trident, +31,848 
12. Dan Ticktum (GB), DAMS, +39,824 
13. Giuliano Alesi (F), MP Motorsport, +43,904 
14. Sean Gelael (RI), DAMS, +44,427 
15. Yuki Tsunoda (J), Carlin, +49,148 
16. Callum Ilott (GB), Uni-Virtuosi Racing, +63,463 
17. Jack Aitken (GB), Campos Racing, +1 Runde* (Reifendefekt) 
18. Guilherme Samaia (BR), Campos Racing, +1 Runde 
19. Pedro Piquet (BR), Charouz Racing System, +1 Runde* (Antriebsschaden) 
*ausgefallen, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet 
Out 
Théo Pourchaire (F), BWT HWA Racelab, Feuerlöscher 
Luca Ghiotto (I), Hitech Grand Prix, Antriebsschaden 
Jehan Daruvala (IND), Carlin, Getriebeschaden 
 

Stand nach 22 von 24 Rennen 

1. Schumacher 205 
2. Ilott 191 
3. Mazepin 162 
4. Shwartzman 159 
5. Tsunoda 155 
6. Lundgaard 149 
7. Delétraz 134 
8. Zhou 125,5 
9. Ghiotto 106 
10. Drugovich 105 
11. Ticktum 82,5 
12. Armstrong 52 
13. Daruvala 51 
14. Aitken 48 
15. Nobuharu Matsushita (J) 42 
16. Vips (EST) 16 
17. Alesi 8 
18. Markelov 5 
19. Nissany 5 
20. Sean Gelael 3 
21. Piquet 2 
22. Sato 1 
23. Hughes 0 
24. Samaia 0 
25. Pourchaire 0 

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