Sebastian Vettel und Ferrari: Ein Lied und ein Pokal

Von Mathias Brunner
Ein Poka für Sebastian Vettel

Ein Poka für Sebastian Vettel

​Der vierfache Formel-1-Champion Sebastian Vettel sang seiner Ferrari-Truppe zum Abschied ein Ständchen – und erhält für seinen 14. Platz beim WM-Finale von Abu Dhabi einen Riesenpokal.

Da kam selbst Sebastian Vettel ins Staunen: Seine Ferrari-Truppe überraschte den Heppenheimer nach dem WM-Finale von Abu Dhabi mit einem Pokal, der in seiner Grösse jenen von Sieger Max Verstappen mühelos in den Schatten stellte. Die ein wenig an den Champions League-Pott erinnernde Trophäe war ein fettes «grazie» von Ferrari für sechs Jahre aufopfernde Arbeit.

Sebastian grinste: «Also für Rang 14 hatte ich bislang noch nie einen Pokal erhalten! Am Fuss haben sie ein Schild angebracht mit unseren gemeinsamen Siegen. Ich habe mich über diese Geste sehr gefreut.»

Davor war es an Vettel, seine Jungs zu überraschen. Nicht nur, dass er am Funk jedem einzelnen seiner Mechaniker mit Namen dankte, er gab auch aus heiterem Himmel ein Ständchen zum Besten.

Basierend auf «Azzurro», dem weltberühmten Lied von Adriano Celentano, begann Vettel während der Auslaufrunde nach dem Abu Dhabi-GP zu singen, er hatte sogar einen kleinen Spickzettel an Bord, um auf Italienisch keine Fehler zu machen. Den Text von Celentano änderte der 53fache GP-Sieger Vettel in diese Worte:

«Ihr seid die rote Mannschaft,
leidenschaftlich,
nie aufgebend.
Mein Ende kommt langsam.
Ich war gerne bei euch.
Ich habe eure Magie gespürt, ein aussergewöhnliches Gefühl.
Jungs, ich danke euch, dass ich hier sein durfte,
ich werde euch vermissen.
Ein Gruss an euch alle in Maranello,
ihr verdient es, hier erwähnt zu werden.
Nun sage ich Addio und wünsche euch das Beste.
Ich wünsche mir, dass ihr glücklich seid und vor allem gesund bleibt.»


Wieso dieses Ständchen? Vettel nach dem Rennen: «Immer, wenn ich mich gefreut habe, dann habe ich zu singen begonnen. Ich fand einfach, es wäre nett, sich mit einem Lied auf den Lippen zu verabschieden. Ich wollte einen Song wählen, den in Italien alle kennen. Aber ich wollte einen Text dazu machen, der auf Ferrari und die Mitarbeiter gemünzt ist.» Vettel muss schmunzeln: «Ich hoffe mal, ich komme jetzt wegen des Copyrights nicht in Schwierigkeiten.»

Die Reaktion an der Box war abzusehen: Da verdrückte manch gestandenes Mannsbild ein Tränchen. Sebastian Vettel hat sein Ziel verfehlt, mit Ferrari Weltmeister zu werden. Aber er hat sich in Abu Dhabi wie ein wahrer Champion verabschiedet.

Abu Dhabi-Test, 15. Dezember

1. Fernando Alonso (E), Renault, 1:36,333 (104 Runden)
2. Nyck de Vries (NL), Mercedes, 1:36,595 (110)
3. Stoffel Vandoorne (B), Mercedes, 1:36,840 (82)
4. Robert Kubica (PL), Alfa Romeo, 1:37,446 (89)
5. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:37,557 (122)
6. Juri Vips (EST), Red Bull Racing, 1:37,770 (100)
7. Antonio Fuoco (I), Ferrari, 1:37,817 (126)
8. Callum Ilott (GB), Alfa Romeo, 1:37,826 (93)
9. Guanyu Zhou (RCH), Renault, 1:37,902 (98)
10. Jack Aitken (GB), Williams, 1:38,153 (78)
11. Robert Swartzman (RU), Ferrari, 1:38,157 (129)
12. Sébastien Buemi (CH), Red Bull Racing, 1:38,284 (76)
13. Marino Sato (J), AlphaTauri, 1:38,495 (127)
14. Roy Nissany (IL), Williams, 1:39,800 (75)
15. Mick Schumacher (D), Haas, 1:39,947 (125)

Abu Dhabi-GP, Yas Marina

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:30,256 h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +15,976 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +18,415
4. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +19,987
5. Lando Norris (GB), McLaren, +1:00,729 min
6. Carlos Sainz (E), McLaren, +1:05,662
7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:13,748
8. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,718
9. Esteban Ocon (F), Renault, +1:41,069
10. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:42,738
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
13. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
14. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
15. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
19. Pietro Fittipaldi (BR), Haas, +2 Runden
Out
Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Kraftübertragung

WM-Stand nach 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 347 Punkte
2. Bottas 223
3. Verstappen 214
4. Pérez 125
5. Ricciardo 119
6. Sainz 105
7. Albon 105
8. Leclerc 98
9. Norris 97
10. Gasly 75
11. Stroll 75
12. Ocon 62
13. Vettel 33
14. Kvyat 32
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Russell 3
19. Romain Grosjean (F) 2
20. Magnussen 1
21. Latifi 0
22. Jack Aitken (GB) 0
23. Fittipaldi 0

Marken
1. Mercedes 573
2. Red Bull Racing 319
3. McLaren 202
4. Racing Point 195
5. Renault 181
6. Ferrari 131
7. AlphaTauri 107
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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