George Russell: «Das war nicht mein wahres Ich»

Von Agnes Carlier
Formel 1
George Russell

George Russell

Williams-Pilot George Russell musste in Portimão Fragen zu seinem Crash mit Valtteri Bottas beantworten. Der Brite zeigte sich reumütig und betonte: «Ich will ein Vorbild sein, und mein Verhalten war nicht vorbildlich.»

Für George Russell drehte sich an der Auftakt-Pressekonferenz der FIA alles um den Highspeed-Crash in Imola, den der Brite beim Überholversuch an Mercedes-Pilot Valtteri Bottas produziert hatte. Der Williams-Pilot und der Finne schäumten hinterher vor Wut, was sie auch offen zeigten. Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff kritisierte Russell für dessen Aussage, Bottas hätte sich gegen einen anderen Gegner, der nicht auf das Cockpit des Mercedes-Routiniers hofft, vielleicht nicht so hart verteidigt.

Und der Wiener kündigte ein ernstes Gespräch mit dem Mercedes-Schützling an. Dieses fand auch statt, wie Russell in Portugal bestätigte. «Natürlich haben wir uns ausgetauscht, aber der Inhalt dieser Gespräche bleibt unter uns. Er war aber sehr hilfsbereit und konstruktiv, unsere Beziehung hat unter diesem Vorfall nicht gelitten, wenn überhaupt, dann ist das Gegenteil der Fall. Auch bei Williams haben sie mich stark unterstützt», erklärte er.

«Ich konnte am Tag danach, als sich die Gemüter beruhigt haben, nochmals alles in Ruhe durchgehen und der Unfall ist das Eine, solche Sachen passieren beim Rennfahren. Aber mein Verhalten nach dem Crash war nicht gut, das war nicht mein wahres Ich, ich handelte gegen meine Instinkte. Deshalb hatte ich am Montag das Bedürfnis, mich in den sozialen Medien zu entschuldigen, denn ich will ein Vorbild sein und mein Verhalten nach dem Crash war nicht vorbildlich», fügte er kleinlaut an.

Dass Wolff die Attacke des Mercedes-Schützlings auf den Markenkollegen an sich kritisierte, kann Russell verstehen: «Die erste Regel für einen Rennfahrer lautet, nicht mit dem Teamkollegen zusammenzukrachen. Und ich wäre nicht in der aktuellen Position ohne Mercedes, sie haben mich von Anfang an unterstützt. Deshalb sind Valtteri und Lewis Hamilton schon eine Art Teamkollegen für mich. Wir sollten keine Kollisionen miteinander haben, aber natürlich plane ich bei keinem Manöver, einen Crash zu produzieren. Es war einfach ein kühnes Manöver, das in diesem Fall wohl zu viel des Guten war, denn es hat mein Rennen beendet.»

Imola-GP, Italien

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:35:15,117 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +22,000 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +23,702
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +25,579
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +27,036
06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +51,220
07. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +52,818
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +56,909
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:05,704 min
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:06,561
11. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:07,151
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:13,184
13. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:34,773
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +2 Runden*
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
* ausgeschieden, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
Out
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Crash
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Crash
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, Crash

WM-Stand nach 2 von 23 Rennen

Fahrer 
1. Hamilton 44 Punkte
2. Verstappen 43
3. Norris 27
4. Leclerc 20
5. Bottas 16
6. Sainz 14
7. Ricciardo 14
8. Pérez 10
9. Stroll 5
10. Gasly 6
11. Tsunoda 2
12. Ocon 2
13. Alonso 1
14. Räikkönen 0
15. Giovinazzi 0
16. Russell 0
17. Vettel 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Marken
1. Mercedes 60
2. Red Bull Racing 53
3. McLaren 41
4. Ferrari 34
5. AlphaTauri 8
6. Aston Martin 5
7. Alpine 3
8. Alfa Romeo 0
9. Williams 0
10. Haas 0

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