Charles Leclerc (8.): «War schlicht nicht gut genug»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Ferrari-Star Charles Leclerc nahm nach dem Qualifying in Portimão kein Blatt vor den Mund. Der Monegasse, der sich mit der achtschnellsten Runde begnügen musste, gestand: «Ich hatte heute sehr viel Mühe.»

Charles Leclercs Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz konnte zufrieden sein mit seinem dritten Qualifying-Einsatz für die Scuderia. Denn auf dem Autódromo Internacional do Algarve schaffte der Spanier die fünftschnellste Runde. Sein Teamkollege Charles Leclerc blieb mehr als zweieinhalb Zehntel langsamer und musste sich mit dem achten Platz begnügen.

Entsprechend selbstkritisch erklärte der 23-Jährige aus Monte Carlo: «Ich hatte heute sehr viel Mühe und war einfach nicht gut genug. Ich war das ganze Qualifying hindurch nicht konstant unterwegs und fuhr einfach nicht gut genug. Natürlich war der Wind knifflig, aber der war für alle gleich und einige Fahrer kamen damit klar. Ich habe das nicht geschafft und ich hätte einfach einen besseren Job machen müssen.»

Immerhin: Im zweiten Qualifying-Abschnitt drehte Leclerc auf den mittelharten Reifen seinen schnellsten Umlauf, weshalb er auch auf den gelb markierten Gummis ins Rennen starten darf. «Ich bin froh, dass ich es auf dem Medium-Reifen geschafft habe, ins Q3 zu kommen, denn das war nicht einfach und es ist gut für die Strategie im Rennen. Ich hoffe, dass wir diesen Vorteil nutzen können und dass ich in den ersten beiden Runden nicht zu viele Positionen einbüsse, weil es sehr schwierig ist, diese Reifen aufzuwärmen», betonte er.

Sein Teamkollege Sainz war nach der Hatz zufriedener und erklärte: «Es hat sich gut angefühlt, denn es war ein Fortschritt spürbar. Ich hatte das Gefühl, dass ich das Auto besser fahren konnte, und ich habe auch einige Dinge an meiner Fahrweise und an der Abstimmung angepasst. Ich gehe nun auf der Bremse und am Kurveneingang etwas anders ans Werk, ausserdem haben wir beim Set-up viel ausprobiert.»

«Es gibt noch einige Geheimnisse, die ich dem Auto entlocken will und sicherlich auch werde. Es liegt noch ein langer Weg vor uns und ich denke, da ist sicherlich noch Luft nach oben. Ich muss jetzt einfach noch ein bisschen mehr Erfahrung mit dem Auto sammeln», ist der 26-Jährige aus Madrid überzeugt. Dass er seinen Teamkollegen in den Schatten stellen konnte, sei nicht so wichtig für ihn, beteuerte er ausserdem. «Die Medien finden das wichtig, aber ich konzentriere mich lieber auf meinen Fahrstil und mein Set-up. Und heute hatte ich das Gefühl, dass ich besser fuhr als zuvor, und das hat sich auch in der Rundenzeit gespiegelt.»

Qualifying Portimão

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:18,348 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:18,355
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:18,746
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:18,890
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:19,039
06. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:19,042
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:19,116
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:19,306
09. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:19,375
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:19,659
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:19,109
12. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:19,216
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:19,456
14. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:19,463
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:19,812
16. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:19,839
17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:19,913
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:20,285
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:20,452
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:20,912

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