Dani Pedrosa (KTM): «Zufrieden mit den Fortschritten»

Von Otto Zuber
MotoGP
Dani Pedrosa

Dani Pedrosa

Eine Rückkehr in die MotoGP-Startaufstellung kann sich Dani Pedrosa nur schwerlich vorstellen. Der KTM-Testpilot schliesst die Möglichkeit eines WM-Comebacks aber auch nicht ganz aus.

Als sich Dani Pedrosa Ende 2018 aus dem WM-Wettkampf verabschiedete, hatte er bereits 18 GP-Jahre erlebt, in denen er 54 Siege einfahren konnte. Drei Mal krönte sich der kleine Spanier zum Weltmeister, wenn auch nur in den unteren Klassen: 2003 setzte er sich in der 125-ccm-WM gegen den Rest des Feldes durch, in den folgenden beiden Jahren eroberte er jeweils die Titelkrone in der 250-ccm-Klasse.

Nach seinem Aufstieg in die MotoGP klappte es nicht mehr mit dem Titelgewinn, 2007, 2010 und 2012 schaffte es der 34-Jährige aus Sabadell auf den zweiten Gesamtrang, 2008, 2009 und 2013 wurde er jeweils WM-Dritter. In seiner vorerst letzten Saison musste er sich 2018 mit dem elften Rang begnügen – so schlecht hatte er in einer vorherigen WM-Karriere noch nie abgeschnitten. Danach beschränkte er sich auf seine Testfahrer-Qualitäten.

In einem Live-Chat mit Jorge Lorenzo, den die Kollegen von «MotoGP.com» organisiert haben, sprach Pedrosa über seinen Rücktritt und erklärte: «Es war ein eigenartiger Augenblick, denn es ist nicht einfach zu verstehen, ob der richtige Moment für den Rücktritt gekommen ist. Im Kopf bist du weiterhin ein Kämpfer, aber du musst einige Dinge einfach einsehen. Ich hatte viele Verletzungen, und jede davon hat mich beeinflusst.»

«Die Honda war auch ein sehr anspruchsvolles Bike, ich musste mich erholen, aber dazu fehlte jedes Mal die Zeit. Ich konnte nicht machen, was ich mir vorgenommen hatte, das konnte ich anhand meiner Leistungen deutlich erkennen», übte sich Pedrosa in Selbstkritik, und unterstrich mit Blick auf seinen neuen, entspannteren Alltag als KTM-Testfahrer: «Es ist eigenartig, nicht mehr den Stress mit den Medien, den Rennen und den Gegner zu haben. Es ist aber gut, diesen Druck nicht mehr zu spüren, auch wenn es zu Beginn noch ein Schock gewesen war.»

Und Pedrosa, der zuletzt am 27. und 28. Mai in Spielberg für KTM testen durfte, erzählte auch stolz: «Ich will viele Dinge lernen, ich habe da eine Liste. Doch in diesem Jahr konnte ich wie alle anderen auch nicht viel machen.» Eine Rückkehr in die MotoGP-Startaufstellung kann er sich nur schwerlich vorstellen. Ganz ausschliessen möchte er ein Comeback aber nicht: «Die Motivation ergibt sich durch den Siegeswillen und wenn du nicht in einem siegfähigen Team bist, dann ist es auch schwieriger, sich zu motivieren.»

«Bei KTM sind wir zufrieden mit den Fortschritten, die wir mit dem Bike machen konnten. Für mich ist das Motorrad eine Herausforderung, es ist noch nicht das Beste und die Aufgabe besteht darin, es zu verbessern. Wenn ich in Zukunft vielleicht spüre, dass die KTM bereit ist und das Team auch an den richtigen Zeitpunkt glaubt, dann werden wir sehen, was passiert», beteuerte Pedrosa zudem.

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