Marco Melandri schockiert «Ducati wie ein Zweitakter»

Von Gordon Ritchie
Superbike-WM
Marco Melandri kritisiert den Charakter des Ducati V2-Motors

Marco Melandri kritisiert den Charakter des Ducati V2-Motors

Ducati testet in Jerez mit Marco Melandri und Chaz Davies das für 2018 festgelegte Drehzahllimit für die Panigale R – mit schockierenden Auswirkungen. Davies nach Sturz am Mittwoch im Krankenhaus.

Die Stimmung bei Aruba Ducati ist nach dem ersten Testtag nicht berauschend. Marco Melandri und Chaz Davies erhielten die erste Ausbaustufe eines V2-Motors, der für Reglement der Superbike-WM 2018 ausgelegt wurde. Wegen des reduzierten Drehzahllimits musste das Getriebe neu abgestimmt werden.

Auf Begeisterung traf das neue Triebwerk bei Marco Melandri nicht.  «Die Leistungsentfaltung der Panigale mit der 2018er-Spezifikation ist total anders. Leider ist es nicht besser, uns fehlt definitiv ein Gang», stöhnte der Italiener. «Von über 13.000/min auf jetzt 12.400/min ist ein großer Einschnitt. Und weil weniger als 7.000/min mit der Ducati auch schwierig sind, verhält sich der Motor jetzt beinahe wie ein Zweitakter. Ein anderes Getriebe dürfen wir auch nicht verwenden, das macht unsere Aufgabe sehr schwierig. Wir mussten die Übersetzung von jedem Gang ändern.»

Der 35-Jährige Italiener fuhr in 1:39,715 min dennoch eine respektable Zeit und war am Mittwoch nach 65 Runden um 0,7 sec langsamer als Kawasaki-Star Jonathan Rea.

Noch frustrierender endete der erste Testtag aber für Teamkollege Chaz Davies. Mit einem Abflug sorgte der Waliser am Nachmittag für einen Abbruch der Session. Der Vizeweltmeister schlug sich links heftig Knie und Handgelenk an und lässt zur Stunde im Krankenhaus ein MRT durchführen, um Verletzungen auszuschließen. In 1:40,630 min war der 30-Jährige deutlich langsamer als Melandri.


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