GP Frankreich : Mit einem Kniff 15.000 Zuschauer

Von Adam Cooper
Formel 1
Eric Bouiller mit seiner Ehefrau Tamara in Le Castellet 2019

Eric Bouiller mit seiner Ehefrau Tamara in Le Castellet 2019

Beim Grossen Preis von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard werden 15.000 Fans zugegen sein. Möglich wird das mit einem Kniff: Die Franzosen erzeugen drei getrennte Blasen zu je 5000 Zuschauern.

Zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus sind in Frankreich bei Grossveranstaltungen maximal 5000 Zuschauer erlaubt. Natürlich müssen diese Besucher getestet sein, ungeachtet dessen, ob sie schon eine oder zwei Impfungen erhalten haben. Aber beim Grossen Preis von Frankreich (20. Juni) werden wir 15.000 Fans auf dem Circuit Paul Ricard bei Le Castellet erleben.

Der Franzose Eric Boullier (47), Organisationsleiter des WM-Laufs von Südfrankreich, sagt, wie das möglich ist: «In Frankreich dürfen wir derzeit nicht mehr als 5000 Zuschauer pro Veranstaltung haben, diese Regel gilt bis voraussichtlich Ende August. Basierend auf dem spezifischen Design unserer Rennanlage, die sehr gross ist, erzeugen wir jedoch drei verschiedene Fan-Blasen, die völlig unabhängig voneinander sind.»

«Wir haben daher eine Sondererlaubnis von der Regierung erhalten, um 15.000 Zuschauer zu empfangen, also drei Mal 5000. Und jede Blase ist komplett unabhängig. Sie haben ihren eigenen Zugang und ihren eigenen Parkplatz. Niemand kann aur diese Weise den Weg von Fans aus anderen Blasen kreuzen.»

Der frühere McLaren-Teamchef (2014 bis 2018) blickt zurück: «Das war schon eine seltsame Zeit für alle. Wir sind froh, dass wir ein Rennen absehen können, wir sind erleichtert, dass wir Zuschauer begrüssen dürfen. Wir werden das erste Grossereignis in Frankreich sein. Gut, es gibt Roland Garros und zuvor das Cannes Festival, aber mit 15.000 Zuschauern ist unser Grand Prix die grösste Veranstaltung.»

Damit nicht genug: Als der Türkei-GP nicht stattfinden konnte, bat Formel-1-CEO Stefano Domenicali Boullier, den Frankreich-GP um eine Woche vorzuziehen – damit danach eine Lücke entsteht, um einen zweiten WM-Lauf auf dem Red Bull Ring durchführen zu können.

Eric Boullier sagt: «Das war für uns ein grosses Problem. Man baut einen Grand Prix nicht in den letzten drei Tagen auf. Das ist die Arbeit von mehreren Monaten. Während des Grand Prix habe ich hier 1200 Leute an der Arbeit. Sie hatten ihre Woche gebucht, um für uns zu arbeiten, und wenn man das Datum sechs Wochen vorher verschiebt, müssen sie alle ihre Pläne ändern.»

«Und dann haben wir natürlich die Fans. Jeder hat sein Flugzeug, seinen Zug, sein Mietauto, seine Unterkunft oder was auch immer gebucht, und sie mussten alles ändern. Das war schon eine Herausforderung.»

Einige Zuschauer baten denn auch um Rückerstattung, weil sie am 20. Juni nicht zum Rennen kommen können. Eric Boullier: «Wir haben ungefähr 20 Prozent der Zuschauer verloren, aber diese Tickets wurden sofort wieder verkauft.»

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h
02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748
13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789
16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052
*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)
Out
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

01. Verstappen 105 Punkte
02. Hamilton 101
03. Pérez 69
04. Norris 66
05. Leclerc 52
06. Bottas 47
07. Sainz 42
08. Gasly 31
09. Vettel 28
10. Ricciardo 26
11. Alonso 13
12. Ocon 12
13. Stroll 9
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Schumacher 0
18. Russell 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Konstrukteurs-Meisterschaft
01. Red Bull Racing 174 Punkte
02. Mercedes 148
03. Ferrari 94
04. McLaren 92
05. AlphaTauri 39
06. Aston Martin 37
07. Alpine 25
08. Alfa Romeo 2
09. Haas 0
10. Williams 0

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