Formel 1

Technik-Serie: Diamanten sind eben nicht für immer

Von - 02.01.2013 11:00

Es schien mir eine gute Idee zu sein: Ein Marketing-Einfall wird für Steinmetz, Jaguar und Christian Klien zur Blamage.

Gut gemeint ist leider oft das Gegenteil von gut: Die Formel 1 gilt als Schmelztigel der hellen Köpfe, aber nicht jede Entwicklung ist bahnbrechend. Viele erwecken eher den Eindruck: Der Begriff Schnapsidee beschreibt sehr schön, wie die Inspiration zustande gekommen ist …
Das Leben ist nicht immer fair: Einige Einfälle waren ihrer Zeit voraus, andere kamen hingegen etwas zu spät, wieder andere scheiterten an Umständen, die von den Technikern nicht vorhergesagt werden konnten.
In einer kleinen Serie ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchten wir Ihnen zwölf solcher Genie- oder anderer Streiche präsentieren. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir dabei möglicherweise einen Kniff kritisieren, den ein anderer Formel-1-Anhänger wunderbar findet. Wenn wir also etwas provozieren, dann immer auch mit Augenzwinkern und ohne bösen Willen.
Aus der Serie «Es schien mir eine gute Idee zu sein», präsentieren wir Ihnen heute:

Diamanten am Rennwagen

Das passte zum glamourösen Monaco-GP: Die Diamanten-Spezialisten von Steinmetz setzten 2004 auf die Fahrzeugnase des Jaguar R5 einen echten Diamanten – die ganze Aktion im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Hollywood und Werbung für den Kino-Streifen «Ocean’s Twelve».
Oder jedenfalls wurde das beteuert, denn mit der Überprüfung ist das so eine Sache: Der Österreicher Christian Klien setzte den Wagen in der ersten Runde in die Leitschienen, in der engen Loews-Kehre.
Der 250000 Dollar teure Stein löste sich in Luft auf.
Natürlich verbat sich der Automobilklub von Monaco jede Unterstellung, einer der Streckenposten habe für seine Frau ein passendes Weihnachts-Geschenk gefunden.
Der damalige Jaguar-Sprecher Nav Sidhu meinte nur achselzuckend: «Ich weiss nicht, wo der Stein abgeblieben ist. Ich weiss nur, dass irgend jemand ein verflixt ungewöhnliches Souvenir aus dem Monaco-GP nach Hause genommen hat.»
Bis heute rätseln die Fans, ob Steinmetz wirklich echte Diamanten an den Rennern hatte. Vielleicht sollten wir uns da an eine Weisheit aus dem italienischen Journalismus halten: Wenn es nicht wahr ist, dann ist es wenigstens gut erfunden.

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