Neues Rätsel Racing-Raritäten: Gut im Windschatten

Von Mathias Brunner
Formel 1
Wir zeigen im neuen Rätsel «Racing-Raritäten» einen Piloten, der immer im Windschatten seiner berühmteren Landsleute stand. Wer ist hier zu sehen? Wo und wann ist das Bild entstanden? Machen auch Sie mit.

Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur LAT stellen wir jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

Die Lösung vom letzten Mal: Der Franzose Johnny Servoz-Gavin mit seinem von Tyrrell eingesetzten March 701-Ford, zu sehen im Grossen Preis von Spanien in Jarama, er kam auf Rang 5 ins Ziel.

Unser Hinweis mit dem Quer-Lenker und dem Quer-Denker bezog sich einerseits auf die fahrerischen Qualitäten des Ausnahmetalents aus Grenoble, andererseits auf seine eigenwillige Persönlichkeit. Georges-François «Johnny» Servoz-Gavin pfiff auf alle Konventionen.

Der Grenobler kam über die Stationen Rallye, Formel 3 und Formel 2 in den GP-Sport. Bei Matra sprang er 1968 in Monte Carlo für den verletzten Jackie Stewart ein, stellte sein Auto sensationell in die erste Startreihe, leistet sich dann aber einen Fehler, touchierte eine Leitschiene, dabei ging die Halbwelle seines Autos zu Bruch, aus.

Auch 1969 kam er für Matra nur sporadisch zum Einsatz, wurde in Kanada Sechster, was ihm eine historische Fussnote einbrachte: Servoz-Gavin ist der einzige Fahrer, der im Rahmen der Formel-1-WM mit einem Allradrenner einen WM-Punkt erobern konnte.

Im Winter 1969/1970 zog er sich bei einem Offroad-Ausflug eine Verletzung am Auge zu. Sehstörungen und die vielen Unfälle seiner Fahrerkollegen führten zum frühen Rücktritt nach dem Training zum Monaco-GP 1970, wo er ein weiteres Mal mit der Leitschiene in Kontakt kam. Mit 28 Jahren war für ihn Schluss.

Servoz-Gavin führte ein Zigeunerleben, vor und nach der Formel 1. Seine Autobiographie, in welcher er schonungslos über seine Ausschweifungen berichtet (Alkohol, Frauen, Drogen), wäre heute ein ausgemachter Skandal und ein gefundenes Fressen für Anwälte. Wann immer Sie ein Exemplar von «Mes excès de vitesse» auftreiben können und sofern Sie der französischen Sprache mächtig sind – kaufen und lesen sie es!

Der Franzose lebte lange auf einem Hausboot, dort zog er sich 1982 bei einem Unfall mit einer Gasflasche schwere Verbrennungen zu. Nach längerer Krankheit verstarb er in Grenoble 2006 an einer Lungenembolie.

Damit zum neuen Rätsel: Dieser Fahrer fuhr immer im Windschatten seiner berühmten Landsleute, auch wenn auf unserem Bild die Rollen anders verteilt sind.

Machen auch Sie mit! Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Gut im Windschatten
Wir zeigen im neuen Rätsel «Racing-Raritäten» einen Piloten, der immer im Windschatten seiner berühmteren Landsleute stand. Wer ist
hier zu sehen? Wo und wann ist das Bild entstanden? Machen auch Sie mit.

Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur LAT stellen wir jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

Die Lösung vom letzten Mal: Der Franzose Johnny Servoz-Gavin mit seinem von Tyrrell eingesetzten March 701-Ford, zu sehen im Grossen Preis von Spanien in Jarama, er kam auf Rang 5 ins Ziel.

Unser Hinweis mit dem Quer-Lenker und dem Quer-Denker bezog sich einerseits auf die fahrerischen Qualitäten des Ausnahmetalents aus Grenoble, andererseits auf seine eigenwillige Persönlichkeit. Georges-François «Johnny» Servoz-Gavin pfiff auf alle Konventionen.

Der Grenobler kam über die Stationen Rallye, Formel 3 und Formel 2 in den GP-Sport. Bei Matra sprang er 1968 in Monte Carlo für den verletzten Jackie Stewart ein, stellte sein Auto sensationell in die erste Startreihe, leistet sich dann aber einen Fehler, touchierte eine Leitschiene, dabei ging die Halbwelle seines Autos zu Bruch, aus.

Auch 1969 kam er für Matra nur sporadisch zum Einsatz, wurde in Kanada Sechster, was ihm eine historische Fussnote einbrachte: Servoz-Gavin ist der einzige Fahrer, der im Rahmen der Formel-1-WM mit einem Allradrenner einen WM-Punkt erobern konnte.

Im Winter 1969/1970 zog er sich bei einem Offroad-Ausflug eine Verletzung am Auge zu. Sehstörungen und die vielen Unfälle seiner Fahrerkollegen führten zum frühen Rücktritt nach dem Training zum Monaco-GP 1970, wo er ein weiteres Mal mit der Leitschiene in Kontakt kam. Mit 28 Jahren war für ihn Schluss.

Servoz-Gavin führte ein Zigeunerleben, vor und nach der Formel 1. Seine Autobiographie, in welcher er schonungslos über seine Ausschweifungen berichtet (Alkohol, Frauen, Drogen), wäre heute ein ausgemachter Skandal und ein gefundenes Fressen für Anwälte. Wann immer Sie ein Exemplar von «Mes excès de vitesse» auftreiben können und sofern Sie der französischen Sprache mächtig sind – kaufen und lesen sie es!

Der Franzose lebte lange auf einem Hausboot, dort zog er sich 1982 bei einem Unfall mit einer Gasflasche schwere Verbrennungen zu. Nach längerer Krankheit verstarb er in Grenoble 2006 an einer Lungenembolie.

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