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Carlos Sainz zu Ferrari: «Kein Vertrag als Nummer 2»

Von Mathias Brunner
Carlos Sainz

Carlos Sainz

​2021 wird der Spanier Carlos Sainz bei Ferrari Nachfolger von Sebastian Vettel. Der Madrilene beteuert: «Ich habe nichts unterzeichnet, das mich zum zweiten Fahrer machen würde.»

Für den Unternehmer Flavio Briatore ist glasklar, wie ein erfolgreicher Formel-1-Rennstall in Sachen Piloten geführt werden muss: «Für mich bestand das Siegesrezept immer darin, einen Fahrer zu haben, der ein Wörtchen um den Titel mitreden kann, und einen Piloten, der üppig punktet und so den Gegnern WM-Zähler wegschnappt. Wenn du zwei gleichwertige Fahrer im Rennstall hast, dann nehmen sich die nur gegenseitig wichtige Punkte weg.»

Der Monegasse Charles Leclerc hat bei Ferrari einen Vertrag bis Ende 2024 erhalten. Ferrari und Sebastian Vettel haben sich auseinandergelebt, ab 2021 wird der Spanier Carlos Sainz zweiter Fahrer in Rot. Aber bedeutet zweiter Fahrer automatisch auch zweite Geige? Leclerc sagte bei den Kollegen von L’Équipe: «Ich werde bei Ferrari nicht die Nummer 1. Ich halte Carlos für einen fabelhaften Fahrer, und wenn das für die Leute noch nicht offensichtlich ist, dann wird er das ab 2021 bei Ferrari beweisen.»

Der 25jährige Sainz hat in der Sendung «El Partidazo de Cope» von Radio Marca über seine Stellung im berühmtesten Rennstall der Welt gesprochen. Der WM-Sechste von 2019 sagt: «Ich habe nichts unterzeichnet, das mich zum zweiten Fahrer machen würde. In meinem Vertrag steht, so wie in all meinen Abkommen davor, dass der Rennstall über den Fahrern steht. Aber es ist nichts darüber definiert, dass ich jemanden unterstützen muss.»

«Ich kann nur sagen, dass ich für Ferrari alles geben werde, um Rennen zu gewinnen. Aber ich behandle alle Fahrer als Rivalen, und die Farbe des gegnerischen Autos spielt dabei keine Rolle. Sollte eine komplizierte Situation entstehen, dann werden wir die richtige Entscheidung treffen, darüber mache ich mir keine Sorgen.»

Gab es eigentliche ein Antrittsgeschenk bei Ferrari? Carlos Sainz: «Nein, Ferrari hat mir einfach den Vertrag zum Unterzeichnen geschickt, mehr nicht. Ich habe das Abkommen mit einem Lächeln unterzeichnet, wie ihr euch vorstellen könnt. Ob ich einen Rabatt erhalte, wenn ich einen Ferrari haben will, ist vermutlich Verhandlungssache, ich habe mir das bisher nicht angeschaut. Wenn ich in Maranello bin, werde ich mich mal danach erkundigen. Bei McLaren ist es so, dass ich ein Auto geliehen erhalte, das ich alle sechs Monate wechsle. Was die Farbe angeht – ich mag dunkle Fahrzeuge, denn ich falle nicht gerne auf.»

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