Romain Grosjean: Formel-1-Comeback im Mercedes

Von Otto Zuber
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff hält sein Wort und ermöglicht Romain Grosjean nach dem Feuer-Crash von Bahrain die Rückkehr ins Formel-1-Cockpit. Der Genfer darf im W10 ausrücken.

Romain Grosjean wird nächsten Monat zum ersten Mal seit seinem dramatischen Unfall beim Bahrain-GP 2020 wieder das Steuer eines Formel 1-Autos übernehmen. Hierzu nimmt er Ende Juni auf dem Circuit Paul Ricard im Cockpit eines W10 Platz, dem Weltmeister-Auto von Lewis Hamilton aus der Saison 2019.

Damit löst Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff ein Versprechen ein, das er Grosjean nach dem furchterregenden Feuerunfall von Bahrain gegeben hatte. Grosjean hatte Glück im Unglück und konnte sich selbst aus dem Inferno befreien, das er mit schweren Verbrennungen an seinen Händen überstand.

Trotz seiner tapferen Versuche, sich rechtzeitig für die letzten beiden Saisonrennen zu erholen, durfte Grosjean nicht an diesen teilnehmen. Und damit der Crash nicht das letzte Kapitel in seiner Formel-1-Karriere bleiben soll, darf der französisch-schweizerische Doppelbürger einen Testtag für Mercedes absolvieren.

Die Sitzprobe hat Grosjean bereits am 30. März im Formel-1-Werk von Mercedes in Brackley absolviert. Der frühere Haas-Pilot nutzte die Chance, um sich im Simulator auf den speziell für ihn organisierten Test vorzubereiten. Der Test selbst findet am 29. Juni in Le Castellet und damit genau sieben Monate nach dem furchterregenden Bahrain-Unfall statt. Zuvor darf Grosjean am Rennsonntag in Frankreich einige Demorunden drehen.

«Ich freue mich sehr darauf, wieder in ein Formel-1-Auto zu steigen! Das ist eine ganz besondere Chance für mich und es wird eine einzigartige Erfahrung, einen Weltmeister-Mercedes zu fahren», erklärt der 35-Jährige. «Ich bin Mercedes und Toto sehr dankbar für diese Gelegenheit. Das erste Mal, als ich von der Möglichkeit erfahren habe, einen Mercedes zu fahren, lag ich noch in meinem Krankenhausbett in Bahrain. Toto erzählte damals den Medien davon und lud mich in diesem Zuge zu einem Test ein. Das zu lesen hat mich unheimlich aufgemuntert!»

«Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnte die Formel 1 in der Saison 2020 nicht in Frankreich fahren. Deshalb wird es für mich etwas ganz Besonderes sein, im Rahmen des Frankreich-GP in diesem Jahr mit einem Mercedes zu fahren und danach damit einen Test auf meiner Heimstrecke, dem Circuit Paul Ricard, zu absolvieren. Ich kann diesen Tag kaum noch erwarten», gesteht Grosjean.

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