Mercedes von Lewis Hamilton: Geringer Schaden

Von Otto Zuber
Lewis Hamilton kam in Grossbritannien mit demselben Frontflügel ins Ziel, mit dem er ins Rennen gestartet war

Lewis Hamilton kam in Grossbritannien mit demselben Frontflügel ins Ziel, mit dem er ins Rennen gestartet war

Das Mercedes-Team verzichtete in der Pause nach dem Silverstone-Crash von Lewis Hamilton und Max Verstappen darauf, den Frontflügel am Mercedes auszutauschen. James Allison erklärt, warum das so war.

Die Folgen des Crashs zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen hätte für die beiden Unfallbeteiligten nicht unterschiedlicher ausfallen können: Während der Red Bull Racing-Renner des Titelverteidigers beim Highspeed-Einschlag in die Reifenstapel stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, kam der Mercedes-Fahrer mit einem kleinen Schaden davon.

Mercedes-CTO James Allison erklärt in seiner Analyse des zehnten WM-Laufs: «Wir hatten Glück, der Schaden war ziemlich gering. Wir hatten eine angebrochene vordere linke Felge und auch einen relativ kosmetischen Schaden an der Endplatte des Frontflügels.»

«An diesem war ein kleiner Sensor, der auf die Reifen gerichtet ist, um die Temperatur zu messen, an seinem Stiel abgebrochen. Er hing nur am Sensor-Kabel, anstatt an der schönen Halterung, die wir dafür gemacht hatten», beschreibt der Ingenieur. Deshalb wurde der Frontflügel auch mit Kleber und Klebeband repariert und nicht ausgetauscht.

Allison bestätigt: «Die Aerodynamik des Frontflügels wurde durch den Unfall nicht beeinflusst. Alle Teile, die den Abtrieb erzeugen und für die Performance des Autos sorgen, waren in Ordnung. Wir wussten sehr genau, wie die Balance des Autos mit diesem Flügel an diesem Tag aussah, und es war nicht nötig, das Auto in irgendeiner Weise zu verändern, indem wir einen neuen Frontflügel anbrachten. Denn die kleinen Fertigungsunterschiede zwischen den Frontflügeln hätten vielleicht eine etwas andere Balance ergeben.»

«Es war viel sinnvoller, den winzigen Schaden zu beheben, indem wir das schnell mit ein bisschen Klebeband und Kleber behoben, anstatt das ganze Element auszutauschen. Es war einfach das Einfachste, was wir zu diesem Zeitpunkt tun konnten, und der beste Weg, um sicherzustellen, dass wir nach dem Neustart die gleiche Leistung wie vorher haben würden», fügt der 53-Jährige an.

Grossbritannien-GP, Silverstone

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:23:03,157h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,871
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11.125
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +28,573
05. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +42,624
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +43,454
07. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:12,093 min
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:14,289
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:16,162
10. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:22,065
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:25,329
12. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
16. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1 Runde
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes,
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision

WM-Stand nach 10 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 185 Punkte
2. Hamilton 177
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Leclerc 80
7. Sainz 68
8. Ricciardo 50
9. Gasly 39
10. Vettel 30
11. Alonso 26
12. Stroll 18
13. Ocon 14
14. Tsunoda 10
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
1. Red Bull Racing 289
2. Mercedes 285
3. McLaren 163
4. Ferrari 148
5. AlphaTauri 49
6. Aston Martin 48
7. Alpine 40
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0

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