Lewis Hamilton (Mercedes/3.): «Freiwild auf Geraden»

Von Mathias Brunner,

WM-Leader Lewis Hamilton versinkt im ersten Belgien-Training in der Bedeutungslosigkeit, und das hat Gründe, in der zweiten Trainingsstunde ist er Drittschnellster. Was der Mercedes-Star dazu zu sagen hat.

Lewis Hamilton im ersten Training nur auf Rang 18 zu finden – huch, was war denn nun los? Im zweiten Training auf dem Circuit de Spa-Francorchamps lief das schon eher nach dem Geschmack des siebenfachen Weltmeisters – drittbeste Zeit, knapp hinter Max Verstappen und Valtteri Bottas.

Der 99-fache GP-Sieger über seinen Freitag in den Ardennen: «Der Tag war ganz okay. Kalt und grau, das kam mir wie Wetter zuhause in England vor! Die Trainings heutzutage sind sehr kurz, also sind die Erfahrungen begrenzt, die du sammeln kannst. Wir versuchten, das Beste daraus zu machen. Zum Glück war die Bahn im zweiten Training weitgehend trocken, so dass wir doch einige Runden zurücklegen konnten.»

«Ich habe den Wagen heute nicht ideal gespürt heute. Wir haben einen sehr arbeitsreichen Abend vor uns, um für Samstag besser aufgestellt zu sein.»

«Es ist eine echte Herausforderung, hier die richtige Balance aus Abtrieb und Windschlüpfigkeit zu finden. Du brauchst den Speed im ersten und dritten Streckenteil, du brauchst aber Downforce im zweiten. Am Morgen haben wir ein wenig experimentiert, mit einem grösseren Flügel, daher war ich im mittleren Streckenabschnitt sehr flott unterwegs, sonst aber nicht.»

«Eau Rouge ist ziemlich wellig in diesem Jahr. Ich weiss nicht, was dort passiert ist, aber exakt in der Kompression dieser Senke ist ein massiver Buckel entstanden. Das hatten wir in Eea Rouge so noch nie! Das haut richtig rein. Es muss war mit den schweren Niederschlägen hier in den letzten Wochen zu tun haben oder mit Erdbewegungen. Jedenfalls war das vor einem Jahr ganz anders.»

Was die Wetterprognose für Sonntag angeht (90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit, in teilweise grosser Intensität), so sagt Lewis: «Ist das so? Mir sagt in Sachen Wetter jeder etwas Anderes. Klar willst du im Regen so viel Abtrieb als möglich. Aber wenn du dich festlegst und das Wetter kommt nicht wie erwartet, dann bist du auf den Geraden Freiwild. Wir müssen da punkto Abstimmung sehr, sehr vorsichtig sein.»

2. Training, Spa-Francorchamps

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:44,472 min
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:44,513
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:44,544
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:44,953
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:44,965
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:45,180
07. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:45,302
08. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:45,336
09. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:45,386
10. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:45,404
11. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:45,517
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:45,758
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:45,789
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:45,967
15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:46,118
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:46,198
17. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:46,665
18. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:46,836
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:47,335
20. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:47,529

1. Training, Spa-Francorchamps

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:45,199 min
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:45,363
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:45,699
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:45,818
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:45,935
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:46,127
07. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:46,177
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:46,336
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:46,497
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:46,612
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:46,649
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:46,683
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:46,755
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:46,772
15. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:46,928
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:47,101
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:48,125
18. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:48,224
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:48,705
20. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:49,059