Fernando Alonso: Warum er um Startplatz 5 zitterte

Von Mathias Brunner
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Der zweifache Formel-1-Champion Fernando Alonso fuhr in der Türkei im Qualifying die sechstschnellste Zeit, wegen Hamiltons Strafe bedeutet dies Startplatz 5. Aber um diesen Platz musste der Asturier bangen.

Auch mit 40 Jahren erlebt Fernando Alonso in der Formel 1 noch so manche Überraschung. «Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier in der Türkei so konkurrenzfähig sein würden», staunt der Asturier nach einem wahrlich verblüffenden Abschlusstraining. Im ersten Quali-Segment tauchte der Alpine-Fahrer auf Platz 8 auf, im zweiten Teil als Fünfter, am Ende fuhr der 32-fache GP-Sieger die sechstschnellste Rundenzeit; wegen der Strafversetzung von Lewis Hamilton ergibt dies am 10. Oktober letztlich Startplatz 5. So weit vorne haben wir Fernando letztmals in Japan 2014 entdeckt!

Aber nach dem Abschlusstraining begann das Bangen. Denn die Rennkommissare Gerd Ennser und Felix Holter (beide Deutschland), Enrique Bernoldi (Brasilien) und Fatih Altayli (Türkei) baten den GP-Star zu einem kleinen Gespräch. Es stand der Vorwurf im Raum, dass Alonso im ersten Quali-Teil nach Ausrutschern von Carlos Sainz, Max Verstappen und Lance Stroll unter gelber Flagge zu wenig verlangsamt hatte. Ein solches Vergehen führt in der Regel zu einer Strafe von fünf Rängen zurück (wie beispielsweise bei Sebastian Vettel in Bahrain).

Stunden später kam von den Regelhütern Entwarnung – keine Strafe. «Es ist offensichtlich, dass der Fahrer beim Zeigen doppelter gelber Flaggen markant Tempo rausgenommen hat.»

Alonso sagt über das Abschlusstraining auf der Rennstrecke Istanbul Park: «Das Auto fühlt sich gut an, und ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich. Wir haben in Sachen Reifenwahl in jedem Quali-Segment das Richtige getan. Wir waren dieses Mal sogar schnell genug, um im zweiten Qualifikationsteil den mittelharten Reifen zu verwenden und daher mit dieser Mischung ins Rennen gehen zu können. Das ist ein Luxus, den wir nicht jedes Mal haben.»

«Wir sind jetzt in jedem Training in den Top-Ten gewesen, also sollten wir in der Lage sein, im Rennen zu punkten. Mal sehen, ob wir im Grand Prix den Speed unserer Gegner halten können. Eine gute Rennstrategie wird elementar sein, um ein gutes Ergebnis zu erringen, denn wir haben am Freitag erlebt, dass die Reifen auf trockener Bahn zum Körnen neigen. Der Abbau der Walzen ist für mich derzeit das grösste Fragezeichen.»

«Und dann wissen wir alle noch nicht, wie es in Sachen Wetter weitergeht. Heute hat es sehr lange gedauert, bis die Bahn abgetrocknet ist, und für morgen sind neue Regenfälle angesagt.»

Qualifying Istanbul Park

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:22,868
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:22,998
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23,196
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:23,265
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:23,326
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:23,477
07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23,706
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:23,954
09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:24,305
10. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:24,368
11. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:24,795
12. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:24,842
13. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:25,007
14. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:25,200
15. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, ohne Zeit
16. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:25,881
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:26,086
18. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:26,430
19. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:27,525
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:28,449


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