Ralf Schumacher: Sebastian Vettel blamiert sich nicht

Von Mathias Brunner
Der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher nimmt den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel in Schutz: «Sebastian hat sich nicht blamiert; es ist vielmehr sein Aston Martin-Rennstall, der sich blamiert.»

Seit Rang 5 in Belgien hat Sebastian Vettel im Aston Martin nicht mehr punkten können. Um genau zu sein, ist der geschenkte fünfte Platz in Spa-Francorchamps (die Reihenfolge des Qualifyings entsprach dem Zieleinlauf) die einzige Punktefahrt des viermaligen Formel-1-Champions in den vergangenen neun Rennen!

Statt regelmässiger Top-Ten-Platzierungen gibt es Pleiten, Pech und Pannen, so wie zuletzt in der Türkei, wo der Heppenheimer auf volles Risiko setzte und als erster Fahrer auf Trockenreifen setzte. Nach wenigen hundert Metern war klar: ein Fehler. Sebastian kam erneut an die Box und fasst frische Intermediate-Walzen aus.

Sebastian Vettel liegt derzeit mit 35 Punkten auf dem schwachen zwölften Zwischenrang, Aston Martin ist Siebter in der Konstrukteurs-Meisterschaft und damit meilenweit vom Ziel entfernt, dritte Kraft in der Königsklasse zu werden.

Ralf Schumacher glaubt nicht, dass wir 2021 noch die grosse Wende erleben werden. Der 46-jährige Formel-1-Experte der deutschen Sky nimmt aber seinen Landmann in Schutz: «Ich wehre mich gegen die Darstellung, dass Sebastian sich blamiert hat. Es ist vielmehr sein Aston Martin-Rennstall, der sich blamiert.»

«Aston Martin scheint nicht in der Lage zu sein, sich weiterzuentwickeln, obwohl man eine sehr enge Kooperation mit Mercedes pflegt. Da könnte natürlich auch im Weg stehen, dass man sehr viele neue Mitarbeiter eingestellt hat.»

Der sechsfache GP-Sieger Schumacher (WM-Vierter 2001 und 20002) befürchtet, dass Vettel keine Wunderdinge mehr leisten kann. «Ich glaube nicht, dass wir Sebastian bei den letzten sechs WM-Läufen oft in den Top-Ten sehen werden; es sei denn, es passieren Startunfälle wie in Budapest. Aston Martin liegt definitiv hinter McLaren und Ferrari, selbst Alpha Tauri ist schneller, von daher wird das wohl ein zäher letzter WM-Teil für Sebastian.»

Grosser Preis der Türkei

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:30:50,347h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +14,584 sec
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +33,471
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +37.814
05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +41,812
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +44,292
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +47,213
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +51,526
09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:22,018 min
10. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
14. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
15. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
16. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
18. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden

WM-Stand nach 16 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 262,5 Punkte
2. Hamilton 256,5 Punkte
3. Bottas 177
4. Norris 145
5. Pérez 135
6. Sainz 116,5
7. Leclerc 116
8. Ricciardo 95
9. Gasly 74
10. Alonso 58
11. Ocon 46
12. Vettel 35
13. Stroll 26
14. Tsunoda 18
15. Russell 16
16. Latifi 7
17. Räikkönen 6
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 433,5
2. Red Bull Racing 397,5
3. McLaren 240
4. Ferrari 232,5
5. Alpine 104
6. AlphaTauri 92
7. Aston Martin 61
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 7
10. Haas 0

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