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Toto Wolff (Mercedes): «Wollten Diskussion anregen»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff reagierte in der Teamchef-Pressekonferenz in Katar auf die Entscheidung der Regelhüter, die umstrittene Szene im GP von São Paulo nicht weiter zu untersuchen.

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Sowohl Red Bull-Teamchef Christian Horner als auch Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff stellten sich in der FIA-Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. Natürlich wurde dabei auch über die umstrittene Szene im vergangenen Rennen in São Paulo diskutiert, in dem die beiden Titelkandidaten in der 48. Runde in Kurve 4 einen Ausflug neben die Piste unternahmen, der ohne Strafe für Verstappen blieb, der den GP zu diesem Zeitpunkt noch anführte.

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Der Niederländer musste sich kurz darauf geschlagen geben und Hamilton holte sich den Sieg, dennoch beantragte Mercedes zwei Tage später, die Szene und die Entscheidung, dafür keine Strafe auszusprechen, noch einmal überprüfen zu lassen. Dieses Recht wird allen Teams gemäss Artikel 14.1.1 des sportlichen Reglements eingeräumt, solange neue Beweise vorgelegt werden können, die zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht vorlagen.

Als solche deklarierte Mercedes die Onboard-Aufnahmen von Verstappen, und Tim Mayer, Matteo Perini, Vitantonio Liuzzi und Roberto Moreno luden am gestrigen Donnerstag die beteiligten Parteien zur Anhörung. Ob die Onboard-Aufnahmen als neue Beweise angesehen werden, war zum Start der Pressekonferenz noch nicht bekanntgegeben worden.

Dennoch wurde natürlich über den Antrag des Weltmeister-Teams gesprochen. Und Wolff hatte dazu wie erwartet eine klare Meinung. Er erklärte: "Es ist normal, dass der WM-Kampf intensiv ausfällt, wir haben zwei Fahrer und zwei Teams, die sich ein enges Duell um den Titel liefern, und da geht es um die kleinsten Details, die den Unterschied ausmachen können. Wir kämpfen um jeden Punkt und was diesen Zwischenfall angeht, erwarten wir ehrlich gesagt nicht, dass wir irgendetwas gewinnen."

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Und der 49-Jährige fügte an: "Uns geht es ums Prinzip, denn wenn es dabei bleibt, dass dies keine Strafe nach sich zieht, dann ist es praktisch unmöglich, einen Gegner auf der Aussenseite zu überholen. Denn der Fahrer, der innen fährt, hat die volle Kontrolle über die Kurve. Wir wollen Klarheit, um uns gegebenenfalls anzupassen für die letzten WM-Runden in diesem Jahr."

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Wolff betonte auch: "Für mich ist es weniger eine rechtliche Frage, ob die neuen Beweise genug Grund für eine Überprüfung liefern. Für mich ist auch klar, dass wir natürlich eine andere Ansicht vertreten als Red Bull Racing. Mir geht es aber um die Konsequenzen fürs Racing, und da habe ich eine klare Meinung. Deshalb ist es wirklich wichtig zu verstehen, was in den nächsten Rennen gilt, wir wollen ja nicht, dass die WM bei den Regelhütern oder vor dem Gericht entschieden wird."

Als dann das Urteil der Richter, die Sache auf sich beruhen zu lassen, publiziert wurde, reagierte der Wiener folgendermassen: "Das habe ich erwartet, wir wollten eine Diskussion anregen, denn es wird wohl ein Thema in den nächsten Rennen sein, und das haben wir erreicht. Wir haben nicht erwartet, dass es weitergehen wird. Wir haben ein Dossier zusammengestellt, aber nicht zu viel Zeit investiert, wir wollten einfach öffentlich unseren Standpunkt klar machen. Was man auf dem Video sieht, ist für jeden, der schon mal ein Rennen gefahren ist, klar. Diese Kurve hätte er nicht gekriegt und meine persönliche Interpretation ist, dass er auch nicht die Absicht hatte, auf der Strecke zu bleiben."

1. Training, Katar

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01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23:723 min

02. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:24,160

03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:24,194

04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:24,509

05. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:24,648

06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:24,713

07. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:24,790

08. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:24,915

09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:24,972

10. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:25,215

11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:25,291

12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:25,328

13. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:25,688

14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:25,757

15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:25,828

16. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:25,871

17. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:25,905

18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:26,699

19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:26,712

20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:27,500

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