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Lewis Hamilton: Sein Quali-Plan wurde zum Eigentor

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

Formel-1-Champion Lewis Hamilton drängelte sich zum Schluss des Abschlusstrainings zum Steiermark-GP an einigen Gegnern vorbei, aber der Plan des Engländers wurde zu einem glatten Eigentor.

In der Formel 1 haben wir ein Abkommen unter Gentlemen, dass sich die Fahrer beim Reifenaufwärmen kurz vor einer schnellen Quali-Runde nicht mehr überholen. Jeder soll dem Anderen genug Raum geben, um ungestört fahren zu können. Aber auch am Red Bull Ring hat sich bestätigt, was der langjährige Grand-Prix-Pilot Martin Brundle so formuliert hat: «Was heisst hier Gentleman’s Agreement? Das hier ist Formel 1, da haben wir keine Gentlemen.»

Wie oft auf der kurzen Red Bull Ring-Runde kam es zum Ende des Qualifyings des Steiermark-GP zu einem gewaltigen Gedrängel, und Lewis Hamilton hatte keine Lust, sich brav hinten an zu stellen. Als Letzter aus der Box losgefahren, ellbögelte er sich an einem halben Dutzend Fahrer vorbei, um seinen letzten Lauf in Angriff zu nehmen.

Hamilton und sein Mercedes-Stallgefährte Valtteri Bottas liessen zunächst WM-Leader Max Verstappen hinter sich. Dann ging der Champion an Norris vorbei, an Pérez, Alonso und Gasly, die alle in der Kurvenkombination 7 und 8 herumgondelten. Schliesslich überholte Hamilton auch Bottas, um die schnelle Runde hinter Charles Leclerc zu beginnen, der Ferrari-Fahrer führte diesen Pulk an.

Aber die Taktik von Lewis Hamilton wurde zum Eigentor: Die ganze Runde war nicht so gut wie seine erste es gewesen war, in der zweitletzten Kurve rutschte er übersteuernd von der Strecke, die Runde wurde schliesslich von der Rennleitung gestrichen, wegen Verletzung der Pistengrenzen.

Der 98-fache GP-Sieger sagt: «Ich wollte nicht hinter all diesen Piloten herfahren, weil ich dachte, dass ich dabei zu viel Temperatur in den Reifen einbüssen würde. Aber als ich diese Piloten überholte, sammelte ich mit meinen Walzen allen Schmutz und Reifenabrieb neben der Ideallinie auf.»

«Meine Linie aus der letzten Kurve heraus auf die Start/Ziel-Gerade war nicht die beste. Ich lag schon in der ersten Kurve eine Zehntelsekunde hinter meiner persönlichen Bestzeit, in der dritten Kurve war mein Rückstand auf drei Zehntel angewachsen, und ich versuchte verzweifelt, diese Zeit gut zu machen. Natürlich konnte das nicht gut gehen.»

Qualifying Steiermark-GP

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:03,841 min
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:04,035 *
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:04,067
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:04,120
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:04,168
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:04,236
07. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:04,472
08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:04,514 *
09. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:04,574
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:04,708
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:04,671
12. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:04,800
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:04,808
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:04,875
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:04,913
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:05,175
17. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:05,217
18. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:05,429
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:06,041
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:06,192
* Strafe aus dem Training: 3 Ränge zurück in der Startaufstellung

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